Trakehner – das steht für pure EMOTION auf vier Beinen“

frei nach Enzo Ferrari, der übrigens 1923 nach dem Gewinn seines ersten „Circuito del Savio“ von Herzog Baracca, Vater von Francesco Baracca (Fliegerass im Ersten Weltkrieg), das springende Pferd, das sein Sohn als Glücksbringer verwendete, als Maskottchen für seinen Wagen erhielt.

Die Trakehner sind eine außergewöhnliche Pferderasse – in jeder nur denkbaren Weise: Sie sind die älteste Reitpferderasse; sie verfügen über eine geradezu sagenhafte Geschichte; sie sind Produkte einer Reinzucht und sie sind bereits seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges weltweit aufgestellt.

Der „Mythos Elchschaufel“ lebt – die Geschichte dieser Pferderasse fasziniert jeden, der sich mit ihr befasst. Vom Aufbau der Zucht zum Höhepunkt mit grandiosen sportlichen Erfolgen über den Niedergang des Heimatzuchtgebietes mit der wohl härtesten Leistungsprüfung, die je Pferde und Menschen zusammen abgelegt haben, bis hin zum mühsamen, aber erfolgreichen Wiederaufbau einer international geschätzten Reitpferdezucht spannt sich der Bogen. In zwei Seiten zusammengefasst haben die Veranstalter der VIII. Landesstutenschau des Zuchtbezirks Bayern diese faszinierende Geschichte.

Die Pferde selbst sind wunderschön – wenn sie einen in ihren Bann gezogen haben, kommt man von ihnen nicht mehr los. Nicht umsonst füllt Literatur zu und über Trakehnen und Trakehner ganze Bibliotheken.

„Gezüchtet wird ein gesundes, im Trakehner Typ stehendes, großrahmiges und korrektes, in seinen Formen harmonisches, dabei rittiges und vielseitig veranlagtes Reit- und Sportpferd mit schwungvollen, raumgreifenden, elastischen Bewegungen. Guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, Intelligenz, Leistungsbereitschaft sowie Ausdauer und Härte in der Leistung sollen besonders hervorstechende Eigenschaften der inneren Veranlagung sein.“

Zuchtziel Trakehner Verband

Die Domäne dieser hochblütigen, ursprünglich für den Militäreinsatz gezüchteten Pferde war schon immer die Vielseitigkeit. Zugegeben, ein derart edles, leichtfüßiges Pferd ist in jedem Dressurviereck eine Augenweide; und wer je sehen durfte, auf welch geradezu übersinnlicher Ebene Conrad Homfield und der faszinierende Abdullah kommunizierten, der wird auch im Parcours aufhorchen, wenn ein Trakehner am Start ist. Glücklicherweise darf man die Trakehner bei der „Krone der Reiterei“ ja in gleich drei Disziplinen zeigen – und bewundern.

Wir jedenfalls fühlen uns dieser Tradition verbunden und züchten mit Schwerpunkt auf vielseitig verwendbare Trakehner.

Sehr viel Wert legen wir auf Menschenbezogenheit. Vom ersten Tag an versuchen wir unseren Pferden ein Urvertrauen zum Menschen zu geben. Diese Menschenbezogenheit ist unserer Meinung nach ein ganz wichtiger Faktor für die Leistungsbereitschaft des Pferdes. Ein Pferd mit Vertrauen in den Menschen wird sich auch später auf seinen Reiter verlassen, seine Hilfen als solche ansehen und annehmen. In diesem Vertrauen wird es bereitwillig und verlässlich Bestmögliches für und mit seinen Menschen leisten.